Wer Geld verdienen möchte, braucht ein Produkt und zwar ein marktgängiges Produkt. Dieses Produkt sind in vielen Fällen wir selbst. Gehören wir nicht zu der Riege der selbständigen Unternehmer, dann müssen wir uns nämlich auf dem Arbeitsmarkt bewerben, durchsetzen und behaupten, sonst haben wir keine Chance an Geld heranzukommen. Schenken wird es uns niemand.
Die Rede ist also von einem Markt. Jeder Markt lebt von Angebot und Nachfrage. Da bildet der Arbeitsmarkt keine Ausnahme. Wer auf dem Arbeitsmarkt bestehen will, muss etwas anbieten können, was nachgefragt wird. Bestimmte Fertigkeiten oder Kenntnisse etwa. Entweder stellt unser Fachwissen, unser Können, unser Know How genügend Kapital dar oder wir fallen durch das Raster. So einfach und doch so schwierig ist das.
Je höher unsere Qualifikation und je schwächer unsere Konkurrenz um so größer ist die Chance auf einen lukrativen Job. Im Umkehrfalle bedeutet dies: Je geringer die Qualifikation und je größer die Konkurrenz um so schlechter sind die Chancen, überhaupt einen Job zu bekommen.
Wir müssen uns also zu einem marktgängigen Produkt entwickeln, wenn wir gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben oder vielleicht auch nur eine Beförderung ergattern wollen.
Spätestens an diesem Punkt stoßen wir wieder auf einen meiner Kernsätze: "In einer globalen, auf Wettbewerb ausgerichteten Welt ist Attraktivität die wichtigste Eigenschaft."
Doch was ist attraktiv? In diesem, wie auch in jedem anderen Falle, liegt Attraktivität im Auge des Betrachters, hängt also zu aller erst von der Definition des Arbeitgebers ab. Und die variiert.
Eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage kann somit nicht gegeben werden. Es hilft aber schon sehr viel weiter, wenn man sich etwa vor Augen führt, was nicht als attraktiv eingestuft wird. Dieser Katalog lässt sich leichter eingrenzen.
Versetzen Sie sich in die Rolle Ihres Arbeitgebers. Was würde er als unattraktiv einstufen?
Fehlende Motivation und mangelnder Leistungswille gehören mit Sicherheit dazu.
Fleiß, Disziplin und Pünktlichkeit stehen ganz oben auf der Hitliste der Mindestanforderungen, die ein Arbeitgeber an seine Mitarbeiter stellt.
Was zählt außerdem zu den Minuspunkten? Mangelnde Fitness, schlampiges und ungepflegtes Äußeres, fehlende Qualifikationen, ungenügende Manieren, unsoziales Verhalten, unseriöses Auftreten.
Um sich selbst als ein marktgängiges Produkt zu empfehlen, sollte man also um die vorgenannten Fehler einen großen Bogen machen. Wem es gelingt, seinen X-ness-Quotienten auf ein möglichst hohes Niveau zu bringen, hat hingegen gute Chancen einen Job zu ergattern und einen anständigen Lohn auszuhandeln.